Räge Räge Tröpfli…

… es regnäd of mis Chöpfli.

Für alle nicht-Schweizer: Das ist eine Zeile aus einem Kinderlied. Die allerdings ganz gut zum dritten Tag auf der Strasse passte. Weil dieser stand unter dem Zeichen des Regens. Ganztägig. Ohne Unterbruch. Nur die Stärke hat variiert. Bis zum Abend, da gab es dann einen grandiosen Sonnenuntergang.

Der Morgen begann für mich ja, wie bereits erwähnt, mit nassen Füssen. Ja, wenn so ein Ofen im Ger steht, dann ist das Ding nach oben offen. Und wenn es regnet, dann regnet es da rein… Und meine Füsse waren nass…

Weiter ging es dann (schlechter hätte ich echt schon nicht mehr starten können) mit ausgestopften Tiere. Und dafür gibt es bei mir nun mal wirklich kein Verständnis. Wie kann man tote Tiere ausstellen? Verstehe ich nicht. Nicht mein Ding. Fühlte mich auch komplett unwohl in dem „Museum“. Glücklicherweise war ich aber nicht die einzige und einer unserer Fahrer lenkte uns dann ganz nett ab, in dem er uns ein mongolisches Würfelspiel, welches so ähnlich wie „Schweinerei“ (das Spiel mit den zwei Schweinchen) funktioniert. Lieber etwas „Kultur“ als ausgestopfte Tiere.

Danach stand dann eine Wanderung auf dem Programm. Eigentlich einer der Höhepunkte der Reise. Aber bei Regen? Ja, auch bei Regen. Wir hatten Glück, und der Regen liess etwas nach. Die Schlucht selber war einfach traumhaft, und absolut sehenswert. Nur: Meine Füsse waren danach nass, und um meine Kamera habe ich mich nonstop gefürchtet. Es war rutschig, wir mussten dauernd den Fluss (auf wackeligen und rutschigen Steinen) überqueren und das ganze mit meiner Kamera in der Hand. Und nein, in den Rucksack stecken ist keine Option. Schliesslich muss so eine Kamera immer schussbereit sein.

Kaum war die Wanderung zu Ende, gab es dann wieder strömenden Regen. Teilweise fuhren wir eher in einem Fluss, denn auf einer Strasse weiter. Die Strasse wiederum führte dann nochmals durch eine enge Schlucht, wo uns die Fahrer wieder aussteigen liessen. Im strömenden Regen. Aber was tut man nicht alles für gute Fotos.

Mittagessen dann in einem lokalen Restaurant. Der Gastraum bestand aus einem grossen Tisch, an der einen längsseits zwei Betten, an der Querseite ein Bett und sonst ein paar Hockern. Mittagsschlaf also inklusive. Und dasselbe Menu für alle: Teigtaschen. Entweder nur vegetarische oder gemischt. Da habe ich mich noch über Teigtaschen gefreut. Schmecken auch sehr gut. Aber nach weiteren 10 Mal Teigtaschen hatte ich dann mal genug davon…

Am Nachmittag dann wieder nur fahren. Im Regen, bis wir Abends endlich im Gercamp ankamen und nochmals mit etwas Sonne und einem tollen Sonnenuntergang belohnt wurden.

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2 comments

  • Beim Anblick der mongolischen Weiten, habe ich die Reitervölker gesehen. Wie sie pfeilschnell über Europa kamen. Und als das nicht klappte, war China ihr Ziel. Nur in Japan hatten sie wenig Glück. Dort gingen sie unter.
    Asiaten haben eine völlig andere Beziehung zu Tieren. Was Europäer für daneben halten, ist in Asien ganz normal. Nicht Europa hat die Moral gepachtet. Dort hängen auch Geweihe an der Wand. 😉

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