Rundgang durch Neapel

Nun mal zu was anderem als immer nur die Mongolei. Schliesslich war ich ja im Mai auch noch in Neapel. Dies zusammen mit einer sehr guten Freundin, um meinen Geburtstag gebührend zu feiern.

Bei der Reise habe ich mal wieder gemerkt, wie toll es ist, wenn man Freunde hat, die ähnlich ticken. Wir waren uns über das stattfinden der Reise (eine SMS), als auch über das Reiseziel, das grobe Programm (Stadt, Pompeji und Amalfi-Küste) als auch das Hotel sehr schnell einig. Beim letzteren gab es dann allerdings Probleme. Unsere Reservation kam nicht beim Hotel an. Dies passiert übrigens ab und an, wenn man über eines dieser Buchungsportale bucht. Weswegen es sich immer empfiehlt, die Buchungsbestätigung auszudrucken und dabeizuhaben. So waren wir natürlich auch vorbereitet und haben für die erste Nacht ein Zimmer in dem Hotel gekriegt (immerhin war es schon kurz vor Mitternacht). Am nächsten Morgen mussten wir uns dann wieder bei der Rezeption melden, und die schauten, wie es weiter ging. Der Herr dort, welcher nur Italienisch und Französisch sprach, organisierte uns dann auch ein Zimmer in einem anderen Hotel, wo er uns auch hinbringen wollte. Allerdings erst in einer Stunde, weswegen er uns mal empfiehl, uns schon mal den Dom anzuschauen.

Gut, das liessen wir uns nicht zwei Mal sagen, schliesslich waren wir ja zum Sightseeing da, und nicht zum Hotel umbuchen und so. Also ging es los zum Dom, dann wieder zurück ins Hotel, und das umsiedeln konnte stattfinden. Standesgemäss (wir waren ja in Neapel) natürlich mit einem alten, kleinen und zerbeulten Fiat. Wie auch sonst. Aber wir kamen sicher im Hotel an, welches sich sozusagen sogar als ein Upgrade entpuppte: Grössere und schönere Zimmer und auch noch zentraler gelegen. Natürlich auch zu einem entsprechend teureren Preis, den wir aber nicht bezahlen mussten.

Nach Bezug des Zimmers ging es dann endlich los zum eigentlichen Stadtrundgang. Mangels anderer Ideen folgten wir dem Spaziergang des Lonely Planet. So ging es los über die Porta Nolana (das Stadttor) zur Santissima Annunziata. Diese war vor allem berühmt für ihr Waisenhaus und das Holzrad, wo man ein Baby anonym reinlegen und „abgeben“ konnte.

Danach folgten dann viele Kirchen. Zu viele. So dass wir dem Stadtrundgang schnell mal überdrüssig wurden, und uns mit dem ersten Cappuccino stärken mussten. Netterweise wurde dazu auch gleich ein süsses Gebäck gereicht. Nach dem Cappuccino folgte dann endlich mal was anderes, als nur Kirchen. Eine Strasse, in welcher vor allem handgefertigte Holzkrippen verkauft wurden, und natürlich auch ganz viel anderer Touristen-Kitsch. Aber da gab es immerhin mal was anderes zu sehen, als immer nur Kirchen. Anschliessend folgten aber wieder fast ausschliesslich  nur Kirchen, so dass wir schnell beschlossen, kurz vor Ende des Rundgangs die nächste Pause einzulegen. Immerhin war da ein Platz eingezeichnet, und an einem Platz muss es ja Cafés geben. So war es auch. Nur war es dann schon Nachmittag. Und Nachmittags darf man ja in Italien keinen Cappuccino mehr trinken. Ausser man will sich wirklich als kompletter Vollidiot von Tourist outen. Wollten wir natürlich nicht. Aber Espresso musste es nun auch nicht sein, weswegen wir gleich mal zum Spritz umgestiegen sind. Zum Spritz dazu gab es dann wieder Snacks. Chips und Pizza. Herrlich. Wir wollten eigentlich gar nicht mehr aufstehen. Konnten uns dann aber doch noch aufraffen, auch noch die letzte Station des Rundganges in Angriff zu nehmen. Nochmals ein Stadttor.

Da nun erst früher Nachmittag war, musste allerdings noch ein weiteres Highlight folgen. Auf dem Stadtplan waren Schrägaufzüge zu den nahegelegenen Hügel eingezeichnet, wodurch schnell klar war: da gehen wir jetzt hoch. Einmal auf die Stadt runterblicken. Gesagt, getan. Und hoch ging es, wo wir tatsächlich mit einem tollen Blick auf Neapel, den Golf von Neapel und vor allem auch den Vesuv belohnt wurden. Einige Fotos schiessen, und dann ging es wieder weiter. In die Einkaufsstrasse von Neapel. Und obwohl wir an einem Feiertag dort waren (Christi Himmelfahrt) hatten alle Läden geöffnet (und ich dachte immer, die sind katholischer als wir…) und die Strasse war absolut überfüllt. Was unsere müden Beine leicht überforderte und uns dazu bewog, gleich den nächsten Stopp einzulegen: Gelati. Dieses kulinarische Highlight hatten wir ja bisher noch ausgelassen. Nach der kleinen Erholungspause war dann klar: Jetzt müssen wir ans Meer runter. Der direkte Weg führte leider weiter über die Einkaufsstrasse, aber irgendwie schafften wir es.

Am Meer konnten wir dann noch ein wenig relaxen und einen herrlichen Blick auf den Vesuv geniessen. Womit auch klar war, wo wir am nächsten Morgen hingehen werden, um die blaue Stunde und den Sonnenaufgang einzufangen. Das Resultat gibt es hier.

Tja, und dann mussten (oder wollten) wir wieder zurück ins Hotel. Nur: Wir hatten uns ziemlich weit von unserem Hotel entfernt. Zu Fuss war also überhaupt keine Option mehr. Also auf zur nächsten U-Bahn Haltestelle. Und ja, wenn da nur unser Stadtplan auch gestimmt hätte. Leider waren da U-Bahn Haltestellen eingezeichnet, die es gar nicht gab. So dass wir schlussendlich noch noch einen grossen Teil der Strecke zu Fuss zurücklegen mussten, bis wir endlich fündig wurden.

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