Pompeji

Am zweiten Tag in Neapel ging es nach dem frühen Aufstehen und einem absolut verdienten Frühstück nach Pompeji.

Dieses ist übrigens sehr einfach und günstig mit dem Zug zu erreichen. Kein Umsteigen notwendig. Man muss nur den richtigen erwischen. Was wir auch taten. Gut, zuerst standen wir auf dem falschen Bahnsteig, aber wir merkten es gerade noch rechtzeitig und erreichten (nach einem kleinen Sprint) den Zug noch. Dieser hielt dann aber dankenswerterweise auch direkt bei Pompeji, d.h. vom Bahnhof sind es nur noch ca. 5 Minuten bis zum Eingang.

Dort angekommen haben wir uns dann mal aufgeteilt. Schliesslich waren die Schlangen lang. Einmal Eintrittskarten holen und einmal Audioguide stand auf dem Programm. Dann am Eingang die erste negative Überraschung: Ich musste meinen Rucksack abgeben. Und ich hasse ja nichts mehr als das. Also Geldtasche in die Handtasche der Freundin, die mit war. Handy in die Hosentasche (zum Glück trug ich ja meine Trekkinghose), Kamera umgehängt, Wasserflasche in die Hand und den Rucksack (mitsamt einem Objektiv) zurückgelassen.

Und dann konnte es endlich losgehen. Über Pompeji selber will ich jetzt hier nichts schreiben. Dazu gibt es sowieso schon genug Informationen. Dafür gibt es aber meine persönlichen Eindrücke.

Zu Beginn war es zum Glück noch recht leer (durch das frühe Aufstehen waren wir entsprechend früh da…) und wir konnten es so richtig geniessen. Mit der Zeit wurde es dann allerdings etwas voller und die Highlights auch weniger. War zu Beginn noch jedes Highlight offen und konnte besichtigt werden, so standen wir gegen Ende immer vor verschlossenen Türen. Warum dies? Weil sie sich einfach vorbehalten, gewisse Teile für die Archäologen zu schliessen. Schade, weil so haben wir unter anderem die Arena und den Garten der Flüchtenden nicht besichtigen können. Und gab es deswegen eine Ermässigung im Preis? Natürlich nicht.

So waren wir dann mit jeder Minute enttäuschter von Pompeji. Wir hatten uns irgendwie mehr erwartet. Gut, das, was wir sehen konnten, war wirklich eindrücklich. So waren viele Wandmalereien noch äusserst gut erhalten. Ebenfalls interessant war, dass es sowas wie eine Fressmeile gab, d.h. ein „Schnellimbiss“ am anderen an, wo die Bewohner von Pompeji zum Mittagessen hin sind. Eigentlich genauso, wie das viele Büroangestellte heutzutage auch tun. Nichts desto trotz überwog die Enttäuschung, so dass wir uns wieder mal der üblichen Taktik besannen: Pause machen. Gelati. Ja, einfacher gesagt, als getan. Natürlich gab es das auch in Pompeji (entsprechend teuer – aber man gönnt sich ja sonst nichts), und wir fanden es auch auf Anhieb. Nur: wenn derjenige, der da hinter dem Stand stand und wartete uns auch hätte bedienen wollen… Ja, das hätte vieles einfacher gemacht. Irgendwann bemerkte er dann, dass wir hartnäckig waren und einfach nicht weg gingen, und da wurden wir tatsächlich (natürlich sehr unfreundlich) bedient. Wow. Also endlich mal hinsetzen und geniessen. Und den Entschluss fassen, dass es dies mit Pompeji war.

Fazit: Wenn ihr hinfährt, unbedingt vorher erkundigen, was alles offen ist (keine Ahnung, ob man das kann, und vor allem wo). Und auf keinen Fall hinfahren, wenn die Highlights gerade zu sind. Dann lohnt sich der doch recht teure Eintrittspreis überhaupt nicht.

Trotzdem gibt es hier noch ein paar Eindrücke von Pompeji.

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