Glück oder Unglück? – Mount Fuji

English text below the gallery.

Gestern ging es gleich zu einem der ersten Highlights der Reise. Dem Fuji. Und ja, gleich vorweg: ich hatte Glück, ich konnte ihn sehen. Wobei, etwas diesig war es schon. Somit also leider keine tollen Fotos. Aber ich habe ihn trotzdem gesehen. So viel zum Thema Glück.

Unglück? Ja… Ich weiss nicht, ob es nun gut oder schlecht war, ich vermute mal eher schlecht. Denn ich habe eine fixe Tour zum Fuji gebucht. Keine Ahnung, ob ich sonst irgendwie hingekommen wäre, und wenn ja, wie. Aber es wäre bestimmt irgendwie gegangen. Hätte man sich halt mal erkundigen müssen. Wie auch immer: ich war zu faul und wollte für den evtl. auftretenden Kulturschock vorbereitet sein, also buchte ich eine fixe Tour, um mich zumindest mal zu Beginn um nichts kümmern zu müssen.

Was soll ich sagen? Ich bin definitiv nicht für solche Touren gemacht. Das Gejammere ging ja bereits vor der Abfahrt los, weil zwei ältere Damen nicht in der vordersten Reihe sitzen durften, dabei waren sie doch extra so früh da, um als erste in den Bus einzusteigen. Und dann gibt es so was wie nummerierte Sitzplätze. Tja… Hätten sie mich nicht so genervt, mit ihrer unhöflichen Art (die haben die arme Reiseleiterin richtig fertig gemacht), wäre ich ja so nett gewesen, und hätte ihnen zumindest einen Platz in Reihe 3 anbieten können. Aber so war das halt nix.

Die ganze Tour über ging es dann so ähnlich weiter. Wo mich mal die Reiseleiterin fragte, ob ich denn weiss, wie ich wieder zurück in mein Hotel komme (nachdem sie es schon 20 anderen Personen erklärt hatte…) war ich kurz davor zu sagen: „Ja, ich weiss es. Ich bin ja schliesslich schon erwachsen.“ Konnte es mir dann aber verkneifen. Wahrscheinlich hätte sie es als Beleidigung aufgefasst und nicht als ironischer Satz über den Rest im Bus. Habe stattdessen dann nur erklärt, dass ich zurückfinde und mich für die Nachfrage ihrerseits bedankt. Generell war sie ja eh sehr nett. Wusste viel. Hat viel erklärt und ich kam auch sonst noch ein wenig ins Plaudern mit ihr (hat wohl Vorteile, wenn man sich wie eine erwachsenen und vernünftige Person benehmen kann). Soweit also eh gut. Auch am Fahrer und am Bus gab es nichts auszusetzen. Aber halt das Publikum auf so einer Tour… Und etwas durchschleusen war es leider auch. Vor allem am Nachmittag, wo wir dann noch in Hakone unterwegs waren. Aber ich hatte ja noch einen zweiten Tag in Hakone. Den ich auch so richtig geniessen konnte. Alleine. Keine nervigen Mitreisenden. Bin nur ganz netten Franzosen begegnet (die auch Englisch konnten – sonst wüsste ich das mit dem nett ja nicht). Ansonsten nur Japaner. Herrlich. Dazu aber später mehr.

Ja, zum Fuji selber gibt es eigentlich eh nicht viel zu sagen. Hier die Highlights:

Since I always get some clicks from Canada and Australia (I guess you guys from the Mongolia trip?) I decided that I will give it a chance with an english text as well. As you know: I’m not a native speaker. So please forgive me my mistakes.

So, yesterday I started a two day trip to Mount Fuji and Hakone National Park. It was an organized trip and I am not quite sure whether this was a good idea. But: upon booking I was just too lazy to think about how I can get to Fuji. So, this two day trip did sound like a good option. Well: Guide good, driver good. But: the other people… wow… I never heard so much complaining on a day like I did yesterday. And also the first day was quite a rush. 30 Minutes there, then again on the bus, 30 minutes at the next stop and so on…

The complaining already started in Tokyo. Two old ladies have not been happy that all the seats in the bus have been reserved. They started complaining about sitting in the rear and not at the front (although they have been here one hour before leaving to make it sure that they can sit at the front) and they really made our guide feel guilty about that. If they would not have been so rude with her, maybe one of them would have got my seat (row 3) but because of their rudeness I just decided that they are not worth it. And then it all continued. Everybody was really afraid to not make it back to their hotel after the trip (I wonder how the do sightseeing in Tokyo) so all kept on asking our guide about how they can get back. After helping out at least 20 other persons she came to me and asked me whether I am fine and will find my way back. I really was thinking about answering with „Yes, you know, I am an adult. So I am quite sure that I will find my hotel.“ But I didn’t. Her english wasn’t that good. And maybe she would have got it wrong. So I just told her that I am completely fine.

Lucky me, the second day of the trip was just: The hotel for the overnight stay and the day 2 of the two-day-pass for Hakone. And then back to Tokyo with the Shinkansen. So, I could do whatever  I was up to today. More about my splendid second day at Hakone will follow later.

About Mount Fuji: I was lucky. I could see it. No clouds around it. However, it was a little bit misty. So no chance to get really good pictures of it. But just have a look at my pictures yourself.

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10 comments

  • Falls die Reiseleiterin Japanerin war hast du richtig gehandelt. Japaner haben oft Probleme mit westlicher Ironie. Was glaubst du, wie sehr ich mich immer zurückhalten muss. 😉

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    • Sie war Japanerin. Und ihr Englisch war auch nicht das beste, da wäre es auch für einen Europäer schwierig, die Ironie zu verstehen. Jedenfalls tat sie mir voll leid. Ihr Job ist kein einfacher. Die Touris auf der Tour werden wohl tagtäglich ähnlich mühsam sein…

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      • Japaner, die viel mit Europäern zu tun haben, verstehen Ironie irgendwann. Was sie davon halten, ist dann eine ganz andere Sache. 😉
        Ich freue mich auf deine weiteren Berichte.

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      • Gut, dann verzichte ich besser auf Ironie. Entweder werden sie es nicht verstehen, oder wohl nicht unbedingt viel davon halten 🙂

        Tokyo ist aber wirklich ein Phänomen. Ist wohl eine der ersten Städte, die mir sogar bei Regen noch so einigermassen gefällt.

        Berichte wird es hoffentlich noch viele geben. Ich erlebe hier so viel, dass ich noch Monate darüber werde schreiben können 😉

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  • „The complaining already started in Tokyo….“ demonstrating exactly how not to get what you want, particularly in Japan!

    Snow-capped Fuji looks beautiful as always, and I think you were relatively lucky to have no clouds and only a little haze at this time of year. I know people who have climbed Fuji on a cloudy day; they reached the top without ever actually seeing the mountain. Did you go up as far as Gogome (fifth station)?

    The tour guide not only feels responsible for making sure you all got back safely, but she’s used to tourists getting lost in Tokyo despite all the (kanji) signs clearly explaining everything!

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    • Yes, fifth station. You can go up so far since 3 or 4 days now. So, I was really lucky. No clouds, fifth station. If it just would not have been for the other tourists.
      And yes, maybe people got lost in Tokyo… But as far as I find a station I will always make it back to the hotel… But it seems like people aged over 60 years are not capable anymore to read a plan. In english. Not kanji.

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