Tsukiji Fish Market

Bin wieder gut zu Hause angekommen. Mit 7000 Fotos im Gepäck. Und die gilt es nun zu bearbeiten. Wie immer natürlich schön häppchenweise. Und von nun an auch schön der Reihe nach (es gilt den Überblick zu bewahren). Weswegen wir gleich mal mit meinem ersten Tag in Tokyo beginnen. Einen ersten Bericht gab es ja bereits hier vor Ort. Damals über den äusseren Teil des Tsukiji Markets. Und damit auch den unbekannteren Teil. Wodurch auch der viele Motive geboten hat.

Das eigentliche Ziel an dem Tag war ja aber der Fischmarkt. Der wurde mir von vielen Seiten immer wieder empfohlen. Jedes Mal mit dem Hinweis, auch unbedingt früh aufzustehen, um vor Ort zu sein, wenn es los geht, d.h. wenn die grossen, frisch gefangenen Fische an den Mann (bzw. an die Restaurants) gebracht werden.

Tja… Wäre ich auch gerne. Nur: Intensivere Recherche hat leider ergeben, dass inzwischen der Markt für Touristen bis 9 Uhr gesperrt ist. Kann ich verstehen. Viel Platz ist nämlich nicht gerade, und wenn da nun hunderte Touristen mit ihren Kameras rumstehen, dann sind die wirklich nur im Weg.

Leider habe ich somit also den grössten Spass verpasst und bin halt erst um 9 Uhr rein. Zuerst auch etwas schwierig zu finden. Der Outer Market war ja unverkennbar. Aber wo geht es denn zum Fischmarkt? Und fragen war ja nicht. Durch Herumirren und wohl puren Zufall habe ich dann den „Eingang“ gefunden. War allerdings stark verunsichert. Darf ich da nun wirklich rein? Begebe ich mich da in Lebensgefahr? Weil dauernd sind Gabelstapler an mir vorbeigerauscht. Und hier im deutschsprachigen Raum kennen wir ja wohl fast alle das Video über den Gabelstaplerfahrer Klaus.

Habe mich dann vorsichtig trotzdem mal reingewagt. Immer schön auf die Gabelstapler achtend. Will ja nicht gleich am ersten Tag überfahren werden. Und zudem war zu dem Zeitpunkt auch noch mein 70-200mm Objektiv an der Kamera. Hilt also nur so ca. 4000 Euro in der Hand (ein Schnäppchen…).

Mal sicher drinnen angelangt, war es dann auch nicht mehr so schlimm. Die Wege wurden enger (und für Gabelstaplerfahrer unpassierbar) und es gab auch andere Touristen. Ich war also am richtigen Ort hier, und meine Anwesenheit offensichtlich wohl auch erlaubt und geduldet. Nur: Enger… Und ich hatte immer noch mein 70-200mm oben. Tja. Und wechseln ist da nicht möglich. Und so überwältigt, wie ich von den Eindrücken war, kam ich irgendwie auch nicht auf die Idee, wieder rauszugehen, und einfach draussen mein Objektiv zu wechseln. Ja, kommt schon mal vor.

Überwältigt von den vielen Eindrücken. War ja mein erster Tag in Tokyo. Viele Leute. Fremde Sprache. Dann die vielen Fische dazu. Vom Geruch ganz zu schweigen. Und das noch, obwohl ja der Handel eigentlich schon zum grossen Teil abgeschlossen war. Will heissen: Ausser den Händler und den Touristen waren kaum Leute anwesend und die grossen Fische waren bereits weg.

Nichts desto trotz bieten sich einem immer noch sehr viele Motive. Und ich habe mich also mit meiner Riesenkamera durch die engen Gässchen, an den anderen Touristen vorbei gedrängelt, und versucht, genug Abstand zwischen mich und meine Motive zu schaffen (ein Wunder, dass ich nie mit meinem Rucksack in irgendeinem Eimer mit Fischen drin hängen blieb) um auch ja möglichst gute Fotos zu kriegen.

Schade ist allerdings, dass man eben erst ab 9 rein darf. Wie gerne wäre ich doch zu früher Stunde da gewesen…

 

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4 comments

    • Also, ich habe das noch nie behauptet 😉 Aber die Japaner fragen schon sehr oft fremde Touristen nach einem Gruppenfoto. Da ist wohl bei uns Europäern das Vertrauen, dass man danach die Kamera noch hat, schon eher weg…

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      • In Japan gibt es viel weniger Kriminalität, als in den USA oder Europa. Und bisher habe ich JapanerInnen meist mit recht einfachen Kameras gesehen. Mich inklusive. .D

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      • Ich hielt in Japan alles in der Hand. Vom Handy bis zur teuren Spiegelreflex. Weniger Kriminalität ist mir bekannt. Was ich mir auch für uns wünschen täte. Es ist auch schön, wenn man den Leuten noch so viel vertrauen kann. In Europa würde ich mitten in einer Grossstadt niemandem meine Kamera in die Hände geben… Zu viel Angst, dass sie danach weg ist. In Tokyo war das für mich allerdings gar kein Problem.

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