Culross – mit wackeligen Knien durch ein hübsches mittelalterliches Dorf

Culross – daran erinnere ich mich noch sehr gut, war es doch der erste Stopp den ich in Schottland mit Auto ansteuerte. Und der Weg dahin war ein langer und sehr mühsamer.

Begonnen hat alles schon sehr schlecht am Vorabend. Scheinbar hatte ich mein linkes Fussgelenk überbelastet, weshalb es bereits am Vorabend zu schmerzen begann (eine Entzündung, wie sich dann später herausstellte). Und am nächsten Tag musste ich doch mitsamt Gepäck zum Flughafen, um mein Auto abzuholen.

Völlig verzweifelt habe ich deswegen schon diverse Busverbindungen, die hoffentlich mit möglichst wenig gehen verbunden waren, herausgesucht. Und wurde auch fündig. Nur: am nächsten Tag war der Schmerz noch schlimmer, weswegen es dann einfach „nur“ ein Uber wurde. Und damit kam ich schon mal (relativ schmerzlos und sicher) am Flughafen an.

Dort angekommen bin ich dann zur Autovermietung gehumpelt oder was auch immer, um meinen kleinen roten Corsa abzuholen. Und los ging es. Auf der falschen Seite. Vor dem losfahren noch einmal auf Probe alle Gänge ausprobiert, aber viel gebracht hat es trotzdem nicht.

Des Weiteren habe ich vor lauter Nervosität völlig vergessen, dass sich die Rückspiegel nicht bei allen Autos automatisch nach vorne bewegen, sobald man den Motor einschaltet. Und natürlich ist so ein kleiner Corsa eben ein Auto, bei dem man das noch manuell tun los.

Los ging es also mit eingeklappten Rückspiegel und das auch noch mehr oder weniger direkt in den ersten Kreisverkehr rein. Wo ich einfach mal kaum vom Fleck kam. Anfahren ging ja noch so einigermassen – wenn auch schon sehr schwerfällig, aber dieses leidige Hochschalten… Später habe ich dann festgestellt, dass ich zu wenig weit nach links gedrückt habe (ja, es ist ungewohnt wenn man plötzlich drücken anstatt ziehen muss) und deswegen bereits im dritten angefahren bin. Und kaum hatte ich etwas Tempo wollte ich dann in den zweiten hochschalten. Nur: daraus wurde dann der vierte – und hoppala, der Motor war wieder abgesoffen.

Irgendwie habe ich es aber auf die Autobahn geschafft, auf die Auffahrt zumindest… Um dann dort, beim Einspuren, festzustellen, dass die Rückspiegel noch eingeklappt sind. Mist. Also mal Fenster runter und zumindest den einen ausklappen. Der andere musste warten. Bis ich wieder von der Autobahn runter war.

Die restliche Strecke ging es dann relativ gut weiter. Die Rückspiegel waren da, und ich musste kaum noch anfahren, so dass ich dann doch irgendwann mal in Culross ankam. Wo ich mit sehr wackeligen Knien und total erleichtert aus dem Auto stieg. Ich hatte es geschafft!

In Culross belohnte ich mich dann als allererstes mit einem zweiten Frühstück. Ein guter Kaffee und dazu Scones.

So gestärkt konnte es dann auf die Besichtigungstour gehen. Und da bietet Culross einiges: In Culross ist der alte Dorfkern aus dem 17. Jahrhundert noch sehr gut erhalten. Man kann also gemütlich durch den (überschaubaren) Dorfkern flanieren, ein wenig fotografieren, und das Ganze auf sich wirken lassen.

Weiters liegt Culross am Meer, was auch wieder viele nette Fotomotive bietet. Besonders zur Ebbe.

Und wem das alleine noch nicht reicht (immerhin war es ja nur als kleiner Zwischenstopp auf einer Tagestour gedacht), der kann sich auch noch den Culross Palace (welcher leider erst um 12 Uhr mittags öffnet) anschauen, oder aber auch die Culross Abbey. Beides liess ich aber aus, den Palast wegen den Öffnungszeiten (ich hatte noch einen weiten weg vor mir), und das Kloster wegen meines Fussgelenkes. Ja, nach einem kurzen Spaziergang hatte ich Gott sei Dank keine zittrigen Knie mehr, dafür schmerzte aber mein Fussgelenk um so mehr.

Die Fotos sprechen in dem Fall aber mehr, als weitere Worte:

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