Husch, husch, schnell, schnell – der König ist da (aka Besichtigung von Rabat)

Ja, Rabat. Die Königsstadt. Oder eine davon. Soll ja ganz toll sein. Zumindest, wenn ich meinen Eltern und diversen Reiseführern glauben kann. Selber habe ich davon leider nicht allzu viel mitgekriegt, denn der König weilte an demselben Tag in der Stadt.

Und weil der König da war, war unser Reiseleiter (oder war es der Busfahrer? – aber das ist ja eigentlich auch egal) total im Stress, weil er Angst hatte, dass sie plötzlich, von einer Minute auf die andere, die Strassen sperren und wir unsere Fahrt nach  Fes nicht fortsetzen können.

Gut, es mag ja möglich sein, dass man in Marokko wegen eines Königs einfach so mal, von einer Minute auf die andere, die Strassen sperrt (hierzulande wird sowas ja Gott sei Dank doch noch angekündigt), aber den Ausflug verdorben hat es mir trotzdem. So hatten wir vor dem Königspalast nur knackige zwei Minuten Zeit. Und die wehe man hat die zwei Minuten zum Fotos machen genutzt. Schliesslich ist sowas ja unhöflich, wenn er was erzählt (bisher hatte damit übrigens noch keiner ein Problem damit, denn man kann ja beides, und er kann ja trotzdem weiter reden, bin ja nicht wirklich laut beim Fotografieren – oder hätte sich der gute Herr vielleicht einfach den Silent Modus meiner Kamera gewünscht?). Naja: Quintessenz: Es gibt einige Fotos vom Palast, aber mit keinem bin ich zufrieden.

Weiter ging es nach dem Palast dann zu „La Tour Hassan“. Auch hier ist mir vor allem ein Eindruck geblieben: Zeitdruck. Da hatten wir immerhin ungefähr fünf Minuten Zeit, was aber extrem schade war, denn gerade „La Tour Hassan“ würde eigentlich zum Fotografieren einladen. Hierbei handelt es sich nämlich um eine ehemalige Moschee, die bei einem Erdbeben zerstört wurde. Übrig geblieben sind ein Säulenwald und das Minarett. Und gerade der Säulenwald lädt gerade dazu ein, ein wenig mit der Perspektive zu spielen. Schade.

Tja, und zu dem Zeitpunkt dachte ich mir noch, dass die restliche Reise bestimmt besser wird. War ja alles nur wegen dem König. Und wegen den eventuell vielleicht zu erwartenden Strassensperren die theoretisch jederzeit hätten auftreten können. Weit gefehlt. Auf der restlichen Reise ging es leider oft so ähnlich weiter. Stress und schnell schnell. Und nicht verstehen, dass man sich etwas vielleicht auch gerne mal etwas länger anschaut.

Ich kann ja verstehen, dass man mit der Zeit die besonderen Dinge seiner Heimat nicht mehr sieht – geht mir oft bei mir zu Hause nicht anders. Aber von einem Reiseleiter hätte ich mir doch etwas Verständnis für uns Touristen erwartet. Stress kann ich auch zu Hause haben, wenn ich einer Strassenbahn hinterherjage. Im Urlaub muss sowas aber definitiv nicht sein.

Und was ist nun das Resultat von dem Besuch in Rabat:

  • wenige, eher schlechte Fotos, die ich euch eigentlich gar nicht zeigen will (gibt aber trotzdem ein paar wenige unten)
  • kaum Erinnerungen an die Stadt (nur der Säulenwald ist mir irgendwie so ganz verschwommen im Kopf hängen geblieben)
  • fast ausschliesslich Erinnerungen an den Stress

Alles in allem leider überhaupt nicht gelungen. Aber wie gesagt: Ich höre eigentlich immer viel Gutes von der Stadt.

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