Napoli Soterranea – Wie wir nun wirklich sahen, was wir sehen wollten

Nachdem wir zuerst versehentlich im Archäologischen Museum gelandet waren (Napoli Soterranea – Oder wie wir mehr erwartet hatten), fanden wir danach den richtigen Eingang. Am anderen Ende des Platzes. Wie soll man sich auch auskennen, wenn beide gleich heissen?

Die deutschsprachige Tour hatten wir durch unseren Fehler zum Glück knapp verpasst. Und so blieb uns „leider“ nichts anderes übrig, als an der englischsprachigen Tour teilzunehmen. Was uns natürlich enorm freute, denn: wer will schon im Urlaub auf deutsche Touristen treffen – und das schreibe ich nicht als Österreicherin, das dachte auch meine Begleitung aus Deutschland – und wer will schon an der total überfüllten Tour teilnehmen, wenn es eine andere, mit nicht mal halb so vielen Touristen gibt?

Nach kurzer Wartezeit ging es dann auch los. In die Tiefe. Und dieses Mal ging es wirklich tief runter. Schnell wurde es kühl, und die Teilnehmer der Tour, die uns entegegenkam, waren auch ganz schön aus der Puste. So wussten wir gleich mal: Dieser Aufstieg wird uns auch wieder bevorstehen.

Unten angekommen gab es dann einiges interessantes zu sehen: Fliegerbomben, Gasmasken, sonstige Schutzausrüstung, Wohnbereiche, unterirdische Gärten und und und. Wie bereits in meinem ersten Beitrag erwähnt, war es ja so, dass die Napolitaner sich praktisch nonstopp dort unten aufhielten, d.h. ihr tägliches Leben hat sich dort abgespielt. Somit musste auch für Lebensmittel gesorgt werden, d.h. es gab auch unterirdische Gärten, und ja, da wächst tatsächlich etwas.

Desweiteren durften wir mit einer Kerze in der Hand einen der engsten Gänge besichtigen. Brav in Einerkolonne, denn mehr Platz war wirklich nicht. Und etwas breitere Leute durften auch nicht mit, nicht weil man diese einfach nur diskriminieren wollte, sondern weil der Gang schlicht und einfach wirklich schmal war.

Nach dieser tollen, interessanten, aber auch sehr kalten Führung, ging es dann wieder nach oben. Nun waren wir die keuchenden Touristen, die auf dem Weg nach oben natürlich auch wieder auf eine frische Tour trafen (ich glaube, sie legen das mit dem Timing absichtlich so an, damit man gleich beim Herabsteigenden die Heraufkeuchenden bemerken muss).

Damit war die Tour aber noch nicht zu Ende. Weiter ging es über den Platz und in eine Seitenstrasse, zu einem alternativen Eingang, welcher versteckt in einer Wohnung lag. Diese war auch noch schön originalgetreu, d.h. wie in den 40er Jahren, eingerichtet. Darunter befand sich, als abschliessender Höhepunkt der Tour, ein unterirdisches Theater. Ja, auch das gibt es. Hiervon habe ich aber leider keine Fotos 😦

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