Leibnitzer Au

Am Sonntag stand mal wieder ein Fotoausflug auf dem Programm. Fast hätte ich es nicht geschafft – war doch der Wetterbericht eher mau (eine Niederschlagswahrscheinlichkeit von 80% wurde angekündigt). Trotzdem wurde der Wecker mal tapfer gestellt und siehe da: es war trocken, aber bewölkt. Somit konnte es also los gehen.

Am Parkplatz angekommen dann gleich das erste Problem. Irgendwie war mir so, als ob ich die Stativplatte vergessen hatte. Habe ich die nicht erst gestern noch im Wohnzimmer gesehen? Gut, das wäre mal eine, aber wo ist eigentlich die zweite? Wo die zweite liegt ist Stand heute noch nicht geklärt. Und die erste lag tatsächlich im Wohnzimmer. So liess ich dann zähneknirschend mein Stativ im Kofferraum und dachte mir: dann muss die Kamera halt auf dem Boden platziert werden – eine Isomatte zum drauf liegen habe ich ja dabei – wird schon irgendwie gehen.

Es ging dann auch. Die Isomatte war dann nicht nur zum drauf liegen perfekt, sondern zusammengerollt auch die perfekte Unterlage für meine Knie. Auf Grund der Wolken etstanden auch kaum Landschaftsfotos – vielmehr konzentrierte ich mich auf die Details am Wegrand. Nur: die waren dann doch etwas repetitiv.

Die Isomatte kam dann auch noch richtig zum Einsatz. Dort, wo die Laßnitz in die Sulm fliesst, ergab sich die Gelegenheit für Langzeitbelichtungen. Graufilter hatte ich nicht vergessen, somit stand dem ganzen technisch also nichts im Weg. Die Matte wurde ausgerollt, die Graufilter aufs Objektiv geschraubt, und los ging es. Nur: Man kann kauch manchmal auch nur einfach etwas zu nah am Wasser unten sein. Wirklich ganz so happy bin ich mit dem Resultat nicht.

Später boten sich dann noch ein paar Spiegelungen und eine alte Eisenbahnbrücke zum Fotografieren an. Mein Problem bis dahin: ich war inzwischen mit meiner Ausbeute schon so unzufrieden, dass ich kaum noch Lust hatte, irgendwas auszuprobieren. Ja, es gibt so Tage.

Daheim beim Bearbeiten hätte ich dann auch am liebsten alle Fotos gleich gelöscht. Aber: mit etwas tricksen im Lightroom und einem zweiten Blick waren sie dann doch nicht mehr so schlimm, wie ursprünglich gedacht.

Vielleicht muss ich einfach nochmal bei Sonnenschein hinfahren…

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